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Ausbildung von Antibiotika-Experten: BG Kliniken starten ABS-Schulungsprogramm

In Deutschlands Krankenhäusern fehlen Antibiotika-Experten – mit dem Antibiotic Stewardship Program (ABS-Programm) bilden die Kliniken der gesetzlichen Unfallversicherung (BG Kliniken) ihre Fachkräfte daher zukünftig selbst aus. 

Ziel der BG Kliniken ist es, Antibiotika-Resistenzen weiter einzudämmen. „Antibiotika sollen wirksam bleiben“, sagt Dr. Beate Schmucker, Bereichsleiterin Medizin im Klinikverbund. „Das ABS-Programm hat das Ziel, die Qualität der Verordnung von Antiinfektiva bezüglich Auswahl der Substanzen, Dosierung, Applikation und Anwendungsdauer kontinuierlich zu verbessern“, fügt die Medizinerin hinzu.

Durch begrenzte Kapazitäten und lange Wartezeiten der Fortbildungsmöglichkeiten für Ärzte, zum Beispiel bei den Ärztekammern, verzögert sich derzeit die Etablierung der ABS-Teams in Kliniken. Deshalb haben die BG Kliniken das Deutsche Beratungszentrum für Hygiene (BZH) beauftragt, eine konzernweite Schulung für Fachärzte und Ärzte mit klinischer Erfahrung durchzuführen. 

Die Online-Phase des Weiterbildungskurses beginnt ab 16. Oktober 2017. Am 17. und 18. Januar 2018 finden zwei Präsenztermine in der BG Klinik Tübingen statt. Kursinhalte sind unter anderem Strategien zur Sicherung rationaler Antibiotika-Anwendung im Krankenhaus, der Umgang mit Engpässen bei der Antibiotikaversorgung sowie neue Antibiotika und alternative Therapieformen. Die Kursdauer beträgt insgesamt 40 Stunden.

  Ansprechpartner

Eike Jeske

Leipziger Platz 1
10117 Berlin

  030 330960-119 eike.jeske@bg-kliniken.de