Diagnostik & Therapien

Diagnostik und Therapien

Bevor individuelle Therapieziele formuliert und mit Rehabilitationsmaßnahmen begonnen werden kann, führen die Fachärzte der Klinik eine umfassende Rehabilitationsdiagnostik durch. Dabei beziehen sie die Berufs- und Arbeitsplatzanamnese ebenso ein wie die Überprüfung und Präzisierung der Einweisungsdiagnose und die genaue Feststellung etwaiger Begleiterkrankungen.

Auf dieser Grundlage entsteht ein persönlich für den Patienten entwickelter Therapieplan, der aus verschiedenen Bausteinen besteht und - wenn notwendig -  die ambulante Nachbehandlung des Patienten einschließt.

 Medikamentöse Therapie

Patienten mit berufsbedingten Erkrankungen der Atemwege sind in der Regel auf eine Dauermedikation angewiesen. Die medikamentöse Therapie während des Heilverfahrens in der BG Klinik für Berufskrankheiten Falkenstein gGmbH führt diese Therapie unter kontrollierten Bedingungen fort oder passt sie gemäß der Eingangsdiagnostik an. Neben einer bestmöglichen Basistherapie zielen die Maßnahmen auf die Behandlung so genannter Exazerbationen ab, also die Linderung von plötzlich auftretenden oder schleichenden Verschlechterungen der Krankheitssymptome, die eine Intensivierung der Therapie erfordern.

 Lungensport, Sport- und Bewegungstherapie

Wer sich - entsprechend seiner körperlichen Leistungsfähigkeit - regelmäßig und sicher bewegt, fördert nicht nur sein Wohlbefinden, sondern arbeitet aktiv an der Verbesserung seiner Krankheitssymptome mit. Wer hingegen keine oder nur wenig Bewegung hat, erhöht die Gefahr von Exazerbationen und einer weiteren allgemeinen Verschlechterung seines Krankheitsbilds. 

Die individuell zugeschnittene Sport- und Bewegungstherapie in unserer Klinik hilft, Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Koordination zu verbessern. Neben direkten positiven Auswirkungen auf die Atmung fördert die Therapie das Selbstvertrauen der Patienten und schafft eine bessere Grundlage für weitere Therapiemaßnahmen.

Einen besonderen Schwerpunkt legen wir auf unser Lungensport-Angebot: Vier Diplom-Sportlehrer mit Zertifizierung zur Durchführung von Lungensport arbeiten gemeinsam mit den Patienten daran, das Leistungsvermögen der geschädigten Lungen zu verbessern. 

 Physiotherapie

Leichter und besser atmen - so lautet kurz gefasst das Ziel der physikalischen Therapiemaßnahmen, die unverzichtbarer Bestandteil des Rehabilitation sind. Das Abhusten von Bronchialschleim wird erleichtert, die Reinigungsvorgänge der Atemwege unterstützt, falsche Typen des Atmens werden vermieden und unproduktiver Reizhusten vermieden. Die Patienten erlernen, wie sie sich bei Atemnot verhalten und Angst vor und in solchen Situationen abbauen. Zudem stärkt die Physiotherapie die Atemwahrnehmung, erhöht die Belastungsfähigkeit und verbessert die Koordination und Kraft der Muskeln, die die Atmung steuern. 

Die speziell ausgebildeten Physiotherapeuten der Klinik unterstützen die Patienten individuell bei Inhalationstherapie und atemtherapeutischen Maßnahmen wie Atemschulung, Atemgymnastik und  Sekretdrainage. Folgen etwaiger Begleiterkrankungen, zum Beispiel orthopädischer Art, werden von den Physiotherapeuten qualifiziert mitbehandelt. 

 Psychologische Therapie

Jahrelange, zum Teil erhebliche Einschränkungen der Atmung, der Leistungsfähigkeit und der damit verbundenen Nachteile für die berufliche und soziale Integration der Patienten führt nicht selten zu psychosozialen Belastungen wie Angstzuständen, Depression oder Anpassungsstörungen. Werden solche Störungen im Rahmen der Aufnahmediagnostik festgestellt, profitieren die Patienten von der psychologischen Betreuung direkt in der Klinik. Verhaltens- und gesprächstherapeutische Angebote stehen hier ebenso zur Verfügung wie die Möglichkeit akuter Krisenintervention. 

 Ergotherapie

Menschen mit Erkrankungen der Lunge oder Atemwege leiden häufig unter erheblichen Einschränkungen in ihrer Handlungsfähigkeit. Das ergotherapeutische Angebot der Klinik begegnet diesen Einschränkungen mit Trainings, Techniken und Beratung, um mehr Unabhängigkeit, Aktivitäten und gesellschaftliche Teilhabe – und damit eine Verbesserung der Lebensqualität – zu ermöglichen.

 Gesundheitsförderung

Stress, falsche Ernährung, Rauchen und andere Faktoren der persönlichen Lebensführung können Erkrankungen der Atemwege erheblich negativ beeinflussen. Das Therapieangebot der Klinik bezieht solche Faktoren in die individuelle Therapieplanung ein, zum Beispiel in Form von Rauchentwöhnung, Stressbewältigung oder Ernährungsberatung. Ergänzt wird das Therapiespektrum durch Entspannungstechniken wie autogenes Training und progressive Muskelentspannung.