Diagnostik & Therapien

Diagnostik und Therapien

Die BG Klinik für Berufskrankheiten Falkenstein verfügt über modernste diagnostische Möglichkeiten, um eine verlässliche Grundlage für einen individuell ausgerichteten Therapieplan zur Behandlung des Patienten zu entwickeln. Dabei fließen Vorbefunde ebenso in die Eingangsdiagnose ein wie eine ausführliche Anamnese im Gespräch mit dem Patienten. Allergologische und hautphysiologische Testungen sowie laborchemische, mykologische und bakteriologische Untersuchungen komplettieren die Grundlage für ein individuell und ganzheitlich ausgerichtetes Heilverfahren.

Auf Grundlage der Eingangsdiagnose  entsteht eine auf den Patienten genau abgestimmte Formulierung von Therapiezielen, deren Erreichung im Laufe des stationären Aufenthalts systematisch überprüft wird. Wenn notwendig, geht die Therapieplanung über die Dauer des Klinikaufenthalts hinaus, zum Beispiel durch eine ambulante fachdermatologische Betreuung oder die weitere Betreuung durch den Präventionsdienst des zuständigen Unfallversicherungsträgers.

 Stadiengerechte topische Therapie

Die örtliche Behandlung der Haut an den Stellen, an denen eine Störung auftritt, ist ein zentraler Baustein im Therapiespektrum der Klinik. In Abhängigkeit von Befund und Krankheitsstadium und auf Grundlage der Leitlinien der Fachgesellschaften werden die Krankheitssymptome mit verschiedenen Wirkstoffen und Anwendungen lokal behandelt.

 Dermatologische Basistherapie

Eine geeignete Basistherapie kann einerseits eine Verschlechterung der bestehenden Symptome verhindern und eine Chronifizierung der Erkrankung vermeiden. Andererseits kann sie die Lebensqualität bei chronisch Erkrankten spürbar verbessern. Die Basistherapie zählt damit sowohl zu den präventiven Maßnahmen wie zu den Maßnahmen bei bereits chronisch gewordenen Erkrankungen. 

 Systemische Therapie

Anders als die topische Therapie wirkt die systemische Therapie im gesamten Organismus des Patienten. Sie umfasst zum Beispiel alle Formen von Medikamenten, die eingenommen werden. Teil des Rehabilitationskonzeptes der Klinik ist es, bereits laufende medikamentöse Therapien zu überprüfen, fortzusetzen, anzupassen oder eine systemische Therapie erstmalig aufzunehmen. 

 Phototherapie und Teilkörper-Photochemotherapie

Die Phototherapie umfasst die Behandlung der Haut mit UV-Licht. Die Therapie wirkt immunmodulierend auf die Haut, indem sie eine übermäßige Zellaktivität eindämmt. Die Teilkörper-Photochemotherapie kombiniert die UV-Bestrahlung mit der lokalen Anwendung eines pflanzlichen Wirkstoffs – als Teilkörperbad oder in Form einer Creme. 

 Beratung und Trainieren der Selbstbehandlung

Viele Patienten sind wegen ihrer Erkrankung dauerhaft auf den Schutz ihrer Hände durch Handschuhe angewiesen. Die eingehende Beratung bei der Auswahl, die Erprobung des Handschutzes am Arbeitsplatzsimulationsmodell und die Ergotherapie zur Einübung feinmotorischer Bewegungen mit Handschuhen sind daher fester Bestandteil des Therapieplans.

Einen wesentlichen Beitrag zum weiteren Krankheitsverlauf leisten die Patienten selbst, indem sie lernen, notwendige Behandlungen selbst vorzunehmen und so ihre Haut vor weiterer Schädigung zu schützen. Beratung als Teil der Therapie bezieht zudem die Schulung der Hautschutzkontrolle mit dem Dermalux® System ein sowie Seminare zu berufsbedingten Dermatosen und gesundheitspädagogischen bzw. gesundheitspsychologischen Fragestellungen.

 Physiotherapie und Rehabilitations-Sport

Auch bei Erkrankungen der Haut können physiotherapeutische Maßnahmen und Rehabilitations-Sport positiven Einfluss auf den Krankheitsverlauf und die Verbesserung von Körperwahrnehmung und Wohlbefinden nehmen. Individuell auf den Patienten abgestimmte Angebote leisten so einen wesentlichen Beitrag zum Therapieziel Lebensqualität.

 Psychologische/psychotherapeutische Therapie

Die Haut als Spiegel der Seele - die Wechselwirkungen zwischen Haut und Psyche spielen in der modernen Therapie von Hauterkrankungen eine wichtige Rolle. Zum einen können Hautkrankheiten durch psychosomatische Faktoren ausgelöst oder begünstigt werden, zum anderen können sie die Betroffenen seelisch schwer belasten. Entsprechende psychologische bzw. psychotherapeutische Angebote wirken diesen Mechanismen entgegen und sind Teil der ganzheitlichen Ausrichtung des Rehabilitationskonzepts.

  Ärztlicher Leiter Fachbereich Dermatologie

PD Dr. Pönnighaus

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